Posts tagged ‘Energie’

Vorträge im Frühjahr/Sommer 2010

23./24. April: AK Geographische Energieforschung in Koblenz.

27. April: AK Nachhaltiges Wirtschaften / oikos, Bayreuth.

15. Juni: Marburger Geographische Gesellschaft.

2. Juli: Bayerische Akademie der Wissenschaften, München.

(tbc)

Workshop an der London School of Economics (LSE)

At the Crossroads - Pathways of Renewable and Nuclear Energy in North Africa. A joint expert workshop by the LSE-Alcoa Foundation Programme and the Wuppertal Institute for Climate, Environment and Energy(16./17.10.2009).

Exzellent, inspirierend und in freundlicher Athmosphäre. Mehr ist dazu nicht zu sagen! Weitere Infos gibt es auf der LSE-Website hier.

Teilnehmer des LSE-Workshops

Teilnehmer des LSE-Workshops. Foto: LSE

Vortrag zu SEPA am 23.06. in Leipzig

Am 23. Juni um 19 Uhr halte ich einen Vortrag zu SEPA bei der Geographischen Gesellschaft zu Leipzig. Ort: Hörsaal in der Talstraße 35, Eintritt 2 Euro für Nichtmitglieder.

Sie werden gebaut!

sepalogo_kleinHeute ist auf Spiegel online und in der Süddeutschen zu lesen, dass die solarthermischen Kraftwerke tatsächlich gebaut werden sollen:

“Es ist ein spektakuläres Projekt: Eine Initiative 20 großer Konzerne hat vor, deutsche Haushalte künftig mit Solarstrom aus Afrika zu versorgen. Schon Mitte Juli wollen sich die Firmen zu einem Konsortium zusammenschließen. Kosten des Vorhabens: 400 Milliarden Euro” (Spiegel online).

Mehr unter http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-630635,00.html

Das freut uns natürlich riesig! Seit drei Jahren beschäftigen wir uns an der Uni Gießen in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe namens “Solarenergie-Partnerschaft zwischen Afrika und Europa”  (SEPA) mit diesem Thema. Gerade ist unser zweiter internationaler Workshop zu diesem Thema zuende gegangen.

Jetzt möchten wir natürlich einen Beitrag leisten, um das Projekt nicht nur technisch und wirtschaftlich erfolgreich werden zu lassen, sondern um auch “weiche Faktoren” zu berücksichtigen. Dabei haben wir an der JLU ein Alleinstellungsmerkmal, denn bei uns arbeiten Physiker, Geographen, Politikwissenschaftler, Ökonomen, Juristen und Historiker Hand in Hand und haben viel Vorarbeit geleistet.

Aber zunächst freuen wir uns über eine gute Perspektive für Afrika (Direktinvestitionen in Infrastruktur, Arbeitsplätze), für Europa (saubere, wirtschaftliche Energie) und nicht zuletzt fürs Klima (Millionen Tonnen CO2-Einsparung).

Kontaktieren Sie mich einfach für Fragen aller Art!

SEPA-Workshop erfolgreich!

sepalogo_kleinDer dreitägige Workshop zur Solarenergie-Partnerschaft zwischen Afrika und Europa (SEPA) ist sehr erfolgreich verlaufen.

Neben den zahlreichen engagierten Vorträgen und fruchtbaren Diskussionen, dem westafrikanischen Abend mit Essen, Musik und Tanz wurde SEPA09 vom Besuch der senegalesischen First Lady, Mme Wade, geprägt.

Fotos und weitere Kommentare werden bald an dieser Stelle zu finden sein. Bis dahin schon mal der Mini-Teaser der Hessenschau.

Standorte der Energieversorgung

Man liest es in allen Zeitungen und bekommt es sowohl in Radio als auch TV ständig um die Ohren geschlagen: “Was ist der Energieträger der Zukunft?” In der Regel werden dann Vor- und Nachteile einzelner Energieträger einander gegenüber gestellt, á la “Pro und contra Windkraft”, “Was kann die Biomasse leisten?”, “Atomkraft - ja oder nein” oder “Wann ist das Öl zuende?”.

Eigentlich sind wir schon mehrere Schritte weiter. Nicht ein einzelner Energieträger wird unsere Zukunft dominieren, sondern ein im Vergleich zu  heute veränderter Energiemix. Es ist sicher, dass Kohle, Öl, Gas und auch ein geringer Anteil nuklearer Energie zu unserer Versorgung in 20 oder 30 Jahren beitragen werden. Allerdings wird der Beitrag Erneuerbarer Energien (Wind, Wasser, Biomasse, Solarthermie, Photovoltaik und Geothermie) detlich zunehmen und die Energieversorgung dadurch diversifiziert.

Worauf möchte ich hinaus?

Die Bedeutung der Erneuerbaren Energien (EE) kann nur dann optimiert werden, wenn räumliche, geographische Gesichtspunkte noch stärker berücksichtigt werden als heute.

Beispiele gefällig? Noch immer wird die Ausweisung oder Verhinderung von Flächen, die mit Windkraftanlagen bestückt werden können, von den Bundesländern geregelt. Statt dessen würde ein bundesdeutscher Aktionsplan mit sorgfältiger Prüfung geeigneter Flächen und deren zügiger Ausweisung neue Planungssicherheit bieten und somit Investitionskosten für die Standortprospektion reduzieren. Wir sollten einsehen, dass Windkraft nur dann sinnvoll ist, wenn sie an guten, windträchtigen Standorten mit hoher öffentlicher Akzeptanz aufgebaut wird. Dies können nur massive Windparks sein, ob on- oder offshore.

Gleichermaßen sind Biogasanlagen nur dann sinnvoll, wenn in deren Einzugsgebieten genügend Biomasse anfällt und nicht über viele Kilometer herangekarrt werden muss. Gleichermaßen sind Solaranlagen nur an günstigen Standorten wirtschaftlich.

Momentan herrscht eine gewisse Unkoordiniertheit bezüglich der energiepolitischen Standortstrukturen. Es gibt sicher hunderte Energieinitiativen, Modellregionen und staatliche Projekte. Diese sind aber deutlich unstrukturiert, oftmals ist Akteuren gar nicht bekannt, was sich in unmittelbarer Nachbarschaft tut.

Daher ist die “Geograpische Energieforschung” als junge Forschungsdisziplin von besonderer Bedeutung. Seit 2006 existiert ein Arbeitskreis innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Geographie, der sich dieser Thematik annimmt. Von Zeit zu Zeit werde ich an dieser Stelle darüber informieren, was sich in diesem Arbeitskreis, den ich mit gegründet habe, tut.