Posts tagged ‘Geographie’

Samin - Knowledge Allows Changes

Christine Issa und Sardar Kohistani, zwei uneingeschränkt empfehlenswerte Kollegen und Freunde vom Institut für Geographie, haben mit SAMIN eine hochinteressante neue Firma gegründet. Inhaltlich bilden die Komplexe “Städte und Regionen”, “Bildung und Migration” sowie “Kultur und Geographie” den Schwerpunkt der Tätigkeiten von Christine und Sardar.

“Wir unterstützen Lern- und Veränderungsprozesse von Menschen und Organisationen, die sich mit der räumlichen Entwicklung von Städten und Regionen beschäftigen. Damit Sie Ihre Zukunft und die unserer Umwelt nachhaltig entwickeln können, bieten wir geographisches Wissen und Schlüsselkompetenzen für interkulturelle Umweltbildung und Organisationsentwicklung.”

Hier der Link zur noch jungen Website!

Vorträge im Frühjahr/Sommer 2010

23./24. April: AK Geographische Energieforschung in Koblenz.

27. April: AK Nachhaltiges Wirtschaften / oikos, Bayreuth.

15. Juni: Marburger Geographische Gesellschaft.

2. Juli: Bayerische Akademie der Wissenschaften, München.

(tbc)

AK Geographische Energieforschung

Seit dem 1. Dezember bin ich nun offiziell Sprecher des Arbeitskreises “Geographische Energieforschung” in der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG).

Neue Publikationen im Herbst

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Im Herbst 2009 werden mehrere Publikationen erscheinen:

Gerade erschienen:

SCHÜSSLER, F. (2009): A Historical Review of Energy Topics in German Geographical Literature from 1950 to 2008. In: Erdkunde. Archive for Scientific Geography 63/3.   Download

Dann rechne ich mit dem Erscheinen des Tagungsbandes AK Subsaharisches Afrika, in dem ich einen Beitrag beisteuere:

SCHÜSSLER, F. (2009): Energiepartnerschaft Afrika-Europa. Perspektiven der Errichtung solarer Großkraftwerke in Nordafrika für die Entwicklung des Subsaharischen Afrikas. In: Dittmann, A. u. U. Jürgens (Hrsg.):  Transformationsprozesse in afrikanischen Entwicklungsländern.

Anschließend erscheint, hoffentlich noch dieses Jahr, ein von mir herausgegebenes Buch, in dem verschiedene Autoren zur Geographischen Energieforschung beitragen:

SCHÜSSLER, F. (Hrsg.) (2009): Geographische Energieforschung.

Weitere Infos an dieser Stelle!

Vortrag zu SEPA am 23.06. in Leipzig

Am 23. Juni um 19 Uhr halte ich einen Vortrag zu SEPA bei der Geographischen Gesellschaft zu Leipzig. Ort: Hörsaal in der Talstraße 35, Eintritt 2 Euro für Nichtmitglieder.

Sie werden gebaut!

sepalogo_kleinHeute ist auf Spiegel online und in der Süddeutschen zu lesen, dass die solarthermischen Kraftwerke tatsächlich gebaut werden sollen:

“Es ist ein spektakuläres Projekt: Eine Initiative 20 großer Konzerne hat vor, deutsche Haushalte künftig mit Solarstrom aus Afrika zu versorgen. Schon Mitte Juli wollen sich die Firmen zu einem Konsortium zusammenschließen. Kosten des Vorhabens: 400 Milliarden Euro” (Spiegel online).

Mehr unter http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-630635,00.html

Das freut uns natürlich riesig! Seit drei Jahren beschäftigen wir uns an der Uni Gießen in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe namens “Solarenergie-Partnerschaft zwischen Afrika und Europa”  (SEPA) mit diesem Thema. Gerade ist unser zweiter internationaler Workshop zu diesem Thema zuende gegangen.

Jetzt möchten wir natürlich einen Beitrag leisten, um das Projekt nicht nur technisch und wirtschaftlich erfolgreich werden zu lassen, sondern um auch “weiche Faktoren” zu berücksichtigen. Dabei haben wir an der JLU ein Alleinstellungsmerkmal, denn bei uns arbeiten Physiker, Geographen, Politikwissenschaftler, Ökonomen, Juristen und Historiker Hand in Hand und haben viel Vorarbeit geleistet.

Aber zunächst freuen wir uns über eine gute Perspektive für Afrika (Direktinvestitionen in Infrastruktur, Arbeitsplätze), für Europa (saubere, wirtschaftliche Energie) und nicht zuletzt fürs Klima (Millionen Tonnen CO2-Einsparung).

Kontaktieren Sie mich einfach für Fragen aller Art!

Workshop “Solarenergie-Partnerschaft mit Afrika”

sepalogo_kleinVom 8. bis 10. Juni findet an der Justus-Liebig-Universität Gießen der zweite internationale, interdisziplinäre Workshop zur Solarenergie-Partnerschaft mit Afrika - SEPA09 - statt. Dabei geht es um das enorme Potential, aber auch die Grenzen solarthermischer Kraftwerke in Afrika, mit denen sowohl wir Europäer, als auch die afrikanischen Länder ihre Stromversorgung sicherstellen könnten. Als Co-Organisator lade ich alle Interessierten sehr herzlich teil, an SEPA09 teilzunehmen. Weitere Informationen zum Programm und der kostenlosen Anmeldung finden Sie hier oder fragen Sie einfach mich unter frank.schuessler [at] uni-giessen.de.

Standorte der Energieversorgung

Man liest es in allen Zeitungen und bekommt es sowohl in Radio als auch TV ständig um die Ohren geschlagen: “Was ist der Energieträger der Zukunft?” In der Regel werden dann Vor- und Nachteile einzelner Energieträger einander gegenüber gestellt, á la “Pro und contra Windkraft”, “Was kann die Biomasse leisten?”, “Atomkraft - ja oder nein” oder “Wann ist das Öl zuende?”.

Eigentlich sind wir schon mehrere Schritte weiter. Nicht ein einzelner Energieträger wird unsere Zukunft dominieren, sondern ein im Vergleich zu  heute veränderter Energiemix. Es ist sicher, dass Kohle, Öl, Gas und auch ein geringer Anteil nuklearer Energie zu unserer Versorgung in 20 oder 30 Jahren beitragen werden. Allerdings wird der Beitrag Erneuerbarer Energien (Wind, Wasser, Biomasse, Solarthermie, Photovoltaik und Geothermie) detlich zunehmen und die Energieversorgung dadurch diversifiziert.

Worauf möchte ich hinaus?

Die Bedeutung der Erneuerbaren Energien (EE) kann nur dann optimiert werden, wenn räumliche, geographische Gesichtspunkte noch stärker berücksichtigt werden als heute.

Beispiele gefällig? Noch immer wird die Ausweisung oder Verhinderung von Flächen, die mit Windkraftanlagen bestückt werden können, von den Bundesländern geregelt. Statt dessen würde ein bundesdeutscher Aktionsplan mit sorgfältiger Prüfung geeigneter Flächen und deren zügiger Ausweisung neue Planungssicherheit bieten und somit Investitionskosten für die Standortprospektion reduzieren. Wir sollten einsehen, dass Windkraft nur dann sinnvoll ist, wenn sie an guten, windträchtigen Standorten mit hoher öffentlicher Akzeptanz aufgebaut wird. Dies können nur massive Windparks sein, ob on- oder offshore.

Gleichermaßen sind Biogasanlagen nur dann sinnvoll, wenn in deren Einzugsgebieten genügend Biomasse anfällt und nicht über viele Kilometer herangekarrt werden muss. Gleichermaßen sind Solaranlagen nur an günstigen Standorten wirtschaftlich.

Momentan herrscht eine gewisse Unkoordiniertheit bezüglich der energiepolitischen Standortstrukturen. Es gibt sicher hunderte Energieinitiativen, Modellregionen und staatliche Projekte. Diese sind aber deutlich unstrukturiert, oftmals ist Akteuren gar nicht bekannt, was sich in unmittelbarer Nachbarschaft tut.

Daher ist die “Geograpische Energieforschung” als junge Forschungsdisziplin von besonderer Bedeutung. Seit 2006 existiert ein Arbeitskreis innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Geographie, der sich dieser Thematik annimmt. Von Zeit zu Zeit werde ich an dieser Stelle darüber informieren, was sich in diesem Arbeitskreis, den ich mit gegründet habe, tut.